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Seit dieser Woche färbt sich das Packeis im Nordosten Kanadas wieder blutrot. Mit Eisenhaken töten Kanadas Fischer junge Robben, um an ihr Fell zu kommen. Die getöteten Tiere sind kaum vier Wochen alt und können noch nicht schwimmen. Die Robbenmütter können vor den Jägern ins Meer fliehen und sich unter dem Eis zurückziehen - die Robbenbabys dagegen sind völlig hilflos und ein einfaches Ziel für die Robbenschlachter.

Der Tod der jungen Robben hat also nichts mit einer Jagd zu tun - es ist ein Massaker.

Oft werden die Robbenjungen auch noch gehäutet, obwohl sie noch gar nicht tot sind. Allein in der laufenden Saison werden wieder mindestens 325.000 junge Robben ermordet werden. Das ermöglichen die offiziellen Fangquoten der Regierung Kanadas, die für dieses und die vergangenen beiden Jahre die Tötung von über einer Million Robben erlaubt.Kanadas Fischereiminister Geoff Regan rechtfertigte den Robbenmord damit, dass die Erlöse für hunderte Familien im Nordosten des Landes eine wichtige Einnahmequelle wären. Er behauptete außerdem, bei der lebendigen Häutung von Robben handele es sich lediglich um seltene Ausnahmen.

Die Männer kommen in Booten. Machen Jagd auf Robbenbabys, die mit großen Augen und aufgerissenen Mäulern um Gnade zu flehen scheinen. Die Jäger schwingen ihre Holzknüppel, schlagen immer wieder auf die Köpfe der Babys ein.Die Robbenjagd 2007 hat begonnen. 325 000 Tiere werden in den nächsten Wochen vor Kanadas Ostküste abgeschlachtet. Das Eis auf den Inseln vor Quebec und Neufundland färbt sich blutrot! Überall liegen warme, frisch gehäutete Kadaver von Robbenbabys. Tausend Jungtiere schafft ein erfahrener Schlächter pro Woche, kassiert rund 45 Euro pro Fell.

Kanadas Regierung kennt trotz weltweiter Proteste keine Gnade. Die Robbenjagd sei wichtig für die heimische Wirtschaft und die Regulierung des Robbenbestandes (rund 6 Mio. Tiere), heißt es. Mark Small, seit 40 Jahren Jäger, sagt: "Auch wir müssen überleben."

Zu Zusammenstößen mit Tierschützern kam es schon. Wütende Jäger warfen mit Robbeninnereien. Aktivistin Rebecca Aldworth: "Diese Robbenfänger glauben, sie stünden über dem Gesetz."

Die Robbenjagd missachtet den Artenschutz und ist unter Aspekten des Tierschutzes auf das Strengste zu verurteilen. Die Tiere werden nicht unter Vermeidung von unnötigem Tierleid getötet, sondern grausam abgeschlachtet.


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