
Aufgrund der auch von uns unterstützten Aktion haben die Umweltminister der Nordsee -Anrainerstaaten auf der 5. Internationalen Nordsee- schutzkonferenz (INK) am 21. März 2002 in Norwegen beschlossen, dass die Beifänge von Schweinswalen in der Nordsee zunächst auf ein Viertel gesenkt werden müssen. Außerdem einigten sich die Minister aus Deutschland, Schweden, Großbritannien, Frankreich, Belgien, der Schweiz und Niederlande darauf, einen Rettungsplan für die Meeressäuger zu erarbeiten.
Die vierte Konferenz des Abkommens zum Schutz der Kleinwale in Nord- und Ostsee (ASCOBANS) hat am 25.08.2003 erstmals einen sofortigen Schutzplan für Schweinswale in der Ostsee auf den Weg gebracht. Die Vertragsstaaten Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Niederlande, Polen und Schweden haben außerdem beschlossen, einen Erholungsplan für die Bestände der Schweinswale in der Nordsee bis zum Jahr 2005 aufzustellen. Der WWF weist darauf hin, dass beide Pläne nur wirksam werden, wenn der von der EU-Kommission Anfang des Monats vorgelegte Verordnungsentwurf zur Verringerung von Kleinwal-Beifängen im Laufe der weiteren Verhandlungen in den EU-Gremien nicht verwässert wird.
Nicht verhandeln, sondern handeln! Das ist unser Motto und dafür brauchen wir Ihre Unterstützung ganz dringend. Auch in diesem Jahr sterben wieder mindestens 7.600 Nordseewale als "nutzloser Beifang", wie es so schön verwaltungstechnisch heisst. Es reicht. Wir wollen handeln. Und zwar vor Ort. Wir wollen direkt vor Ort mit den Verantwortlichen zusammentreffen, unbequeme Fragen stellen, die Öffentlichkeit herstellen, die Öffentlichkeit aufmerksam machen auf unser Anliegen. Wir wollen den Tiermördern in die Augen sehen und ihnen klarmachen, dass es so nicht weiter geht:
Fischer müssen akustische Signalgeber an den Fangnetzen anbringen, damit Wale diese Todesfallen erkennen können.
Die Schutzgebiete müssen in der Nordsee in den Gebieten ausgedehnt werden, in denen die Wale ihre Jungen großziehen.
Verhandeln ist gut, handeln ist besser.
|