
Wir setzen uns gegen das Schlachten von Rochen vor Mexiko durch japanische Fischer ein.
Japaner "ernten" Rochen, indem sie sie mit Netzen fangen, ihnen die Flossen abschneiden (die gegessen werden) und LEBEND ohne Flossen zum sterben ins Meer zurückwerfen.
Wer einmal Rochen zum Beispiel im Sealife Travemünde (Greenpeace) erlebt hat, bekommt bei diesem Thema Magenkrämpfe und wer nur einigermassen denkt, der wird seiner Empörung über uns als Forum Gehör verschaffen wollen. Senden Sie uns Ihre Meinung hierzu direkt per eMail und teilen Sie uns mit, welche Informationsquellen Sie hierzu kennen, so dass wir gemeinsam etwas dagegen unternehmen können. Lassen Sie uns handeln. Jetzt.
Die Handelskette Lidl bietet in ihren Märkten neuerdings
Haifisch-Fleisch an (Rochen sind eine Unterart der Haie!). Die Tier- und Naturschutzorganisationen
Internationaler Tierschutz-Fonds (IFAW), Zoologische Gesellschaft
Frankfurt (ZGF) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie
der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) verurteilen diese Geschäftspraxis
als verantwortungslos und fordern die Verbraucher auf, keine
Hai-Steaks zu kaufen. Haie - und zwar alle Arten - sind weltweit
in ihren Beständen bedroht. Viele Arten drohen auszusterben.
Experten schätzen, dass für die Lidl-Aktion bis zu
150.000 Haie getötet wurden.
Lidl ist hierzulande einer der ersten Discountmärkte, der
offensiv mit dem Angebot "Hai-Steaks" Werbung macht.
Die 2.500 deutschen Filialen von Lidl bieten Packungen mit 0,880
Kilogramm tiefgefrorenem Hai-Steak, wahrscheinlich vom Blauhai,
für 4,95 Euro an. Insgesamt dürften so ca. 440.000
Kilo Hai-Fleisch in die Einkaufswagen wandern. Sollte sich die
Aktion über eine Woche erstrecken, würde sich die Angebotsmenge
auf 2,2 Millionen Kilogramm belaufen. Dafür müssten
rund 150.000 Blauhaie sterben.
"Lidl fördert mit seiner
gedankenlosen Aktion die weitere Zerstörung des Ökosystems
Meere," sagt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Leiter
des IFAW-Büros in Deutschland. Erst vor wenigen Monaten hatte Deutschland auf der Konferenz
der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens
in Bangkok versucht, die durch Überfischung in ihren Beständen
stark eingebrochenen Dorn- und Heringshaie unter den Schutz der
Konvention zu bringen. Der Antrag scheiterte jedoch innerhalb
der Europäischen Union am Widerstand von Frankreich, Griechenland,
Spanien und Irland.
Haiprodukte werden bislang hauptsächlich auf dem asiatischen
Markt angeboten. Für die begehrten Flossen, aus denen die
Haifischflossen- Suppen hergestellt werden, zahlen viele "Genießer" absurd
hohe Preise. Den lebenden Haien werden die Flossen abgeschnitten
("finning") und die verstümmelten Körper
wieder ins Meer geworfen, wo die Tiere qualvoll sterben. Auf
dem deutschen Markt werden - neben dem Haifisch-Steak - Haifisch-Produkte
unter Handelsnamen wie Seeaal, Schillerlocken, Kalbsfisch, Speckfisch,
Karbonadenfisch, Königsaal, Steinlachs und Seestör
verkauft. Schätzungen zufolge sind die Bestände des
Dornhais, aus dessen Fleisch Schillerlocken produziert werden,
im Nordatlantik in den letzten zehn Jahren um 89 Prozent zurückgegangen.
Gleichzeitig steigt weltweit die Nachfrage nach Haiprodukten. Wie pervers kann man eigentlich sein? Jährlich werden offiziell über 800.000 Tonnen Haie
und Rochen gefangen, das entspricht etwa 100 Millionen Haien.
Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. Über
200 Millionen Tiere pro Jahr, so schätzen Fachleute, sterben
durch gezielte Jagd auf Haifisch-Flossen und Haifisch-Steaks
sowie als Beifang in Langleinen und Netzen.
Solange es keine verbindlichen nationalen und internationalen
Regelungen gibt, appellieren IFAW, NABU, VDST und ZGF (Zoologische
Gesellschaft Frankfurt) an Verbraucher und Unternehmen, Verantwortung
zu zeigen und sich nicht am Ausverkauf der weltweit vom Aussterben
bedrohten Haie zu beteiligen. Weitere Information zu Haien im
Internet unter www.hai-society.org
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